Energie-Kompetenz Blog

2. Lippe Energie Forum – Fachtagung in der Lipperlandhalle Lemgo 

Mittwoch, 26 März 2008

Schwerpunktthema: Biomasse – Die Zukunft?!

Termin: 28.04.2008 in der Lipperlandhalle Lemgo

In den letzten Jahren hat sich der Energiemarkt deutlich verändert. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt. Dies fördert Wirtschaftswachstum und schafft Arbeitsplätze. Ein Wachstumsmarkt, gerade in ländlichen Regionen, ist die Nutzung von Biomasse. Biomasse ist ein Multitalent, welche sowohl zur Erzeugung von Strom und Wärme, als auch als Kraftstoff Anwendung findet. Biomasse ist lagerungsfähig und daher zeitlich unabhängig einsetzbar.

Doch der Umgang mit Erzeugung und Nutzung von Bioenergie wirft auch Fragen auf.

Ist die Nutzung von Biomasse zukunftssicher? Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten? Wie wirken sich Verbrennungsprozesse auf die Umwelt aus? Ist die Biomassenutzung wirklich wirtschaftlich? Dies sind nur einige Beispiele.

Das 2. Lippe Energie Forum informiert daher über Möglichkeiten, Rahmenbedingungen und Grenzen der Biomassenutzung. Akteure der Bioenergiebranche informieren dabei über aktuelle und praxisnahe Themen.

Im Eingangsreferat wird Herr Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW die Entwicklungspotenziale und Grenzen für die energetische Nutzung in NRW darstellen.

Teilnahmegebühr:
je Teilnehmer: 85,00 €
für Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung: 50,00 €

Die Veranstaltung ist als Fortbildungsveranstaltung der Architektenkammer NRW mit 4 Unterrichtsstunden anerkannt.

Ansprechpartner:
Kreis Lippe
Olrik Meyer
Tel.: 05231/62-678
e-mail: olrikmeyer@lippe.de

LINK: Lippe Energie Forum

Fortschritt oder Stillstand im Umweltschutz? 

Dienstag, 25 März 2008

Neue Broschüre zu 44 Umweltindikatoren gibt Auskunft

Wie geht es der Umwelt in Deutschland? Antworten gibt die aktuelle Broschüre “Umweltdaten Deutschland - Umweltindikatoren” des Umweltbundesamtes. Egal ob Energieproduktivität, Flächenverbrauch oder Schadstoffe in Luft, Wasser oder Boden - die Broschüre bietet wichtige Fakten der täglichen Umweltdiskussion aus dem Umwelt-Kernindikatorensystem. Die Umweltindikatoren sind Teil des Umwelt-Kernindikatorensystems des Umweltbundesamtes (UBA), welches über umweltrelevante Fortschritte auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung in Deutschland informiert. Das Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht die Broschüre”Umweltdaten Deutschland - Umweltindikatoren” in Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Naturschutz und für Strahlenschutz, dem Statistischen Bundesamt und dem Deutschen Wetterdienst.
Umweltindikatoren beschreiben den Zustand der Umwelt und berichten über positive sowie negative Trends. Die Indikatoren geben so einen schnellen sowie aktuellen Überblick über die Umweltsituation in Deutschland - und zeigen, wo Umweltpolitik erfolgreich ist und wo noch besondere Anstrengungen erforderlich sind.
Hier einige Ergebnisse für eine erfreuliche Entwicklung:
- Die Treibhausgasemissionen gingen von 1990 bis 2005 um 18,5 Prozent zurück. Vorläufige Zahlen für 2007 zeigen sogar eine Minderung um 20,4 Prozent gegenüber 1990.
- Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Bruttostromerzeugung betrug 2006 11,7 Prozent und liegt nach vorläufige Zahlen für 2007 bei 14,2 Prozent. Damit hat Deutschland sein Ziel von 12,5 Prozent bis 2010 bereits übertroffen.
- Die Energieproduktivität erhöhte sich von 1990 bis 2006 um knapp 31 Prozent. Erfreulich ist, dass die Energieproduktivität im Jahr 2007 um 7,7 % anstieg. Auf diesem Wege kann die von der Bundesregierung beschlossene Verdoppelung der Energieproduktivität bis 2020 realisiert werden.
- Die Transportintensität des Personenverkehrs lag 2005 mit rund 96 Prozent nicht weit unter dem Basiswert des Jahres 1999. Hier müssen die Anstrengungen weiter verstärkt werden: Denn bis 2020 soll die Transportintensität auf 80 Prozent des Jahres 1999 sinken. Transportintensität bezeichnet die Personenbeförderungsleistung im Inland im Verhältnis zum preisbereinigten Brutto-Inlandsprodukt.
- Gegenüber 1990 sank der Luftschadstoffindex der Emissionen bis 2005 um 55 Prozent; bis zum Ziel einer 70-prozentigen Minderung bis 2010 muss sich dieser Trend fortsetzen.
- Die Rohstoffproduktivität erhöhte sich zwischen 1994 und 2005 um 33,5 Prozent, wobei das Tempo weiter erhöht werden muss, um das Ziel der Verdopplung bis 2020 zu erreichen
Besondere Anstrengungen sind vor allem in diesen Bereichen erforderlich:
- Bei der Flächeninanspruchnahme verringerte sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche seit dem Zeitraum 1992 und 1996 von 120 Hektar pro Tag nur geringfügig auf 113 Hektar pro Tag für den Zeitraum 2003 bis 2006 und ist von dem Ziel “30 Hektar pro Tag bis 2020″ noch weit entfernt.
- Die Anbaufläche für den ökologischen Landbau ist von 1994 mit nur 1,6 Prozent bis 2006 lediglich auf 4,9 Prozent gestiegen und wird das Ziel von 20 Prozent einer ökologisch bebauten Landwirtschaftsfläche bis 2010 kaum erreichen.
- Seit 1991 gingen die Stickstoffüberschüsse der Gesamtbilanz für die landwirtschaftlich genutzte Fläche um insgesamt 8 Prozent zurück und sind mit 103,9 Kilogramm/Hektar noch weit von den angestrebten 80 Kilogramm/Hektar bis 2010 entfernt.
- Die Transportintensität des Güterverkehrs, gemessen als inländische Güterbeförderungsleistung in Tonnenkilometer im Verhältnis zum preisbereinigten BIP, stieg 2005 gegenüber dem Basiswert des Jahres 1999 auf 110 Prozent, sie entwickelt sich damit gegenläufig zu dem Ziel, die Transportintensität des Güterverkehrs bis 2020 auf 95 Prozent derjenigen des Jahres 1999 zu senken.
Die Broschüre “Umweltdaten Deutschland - Umweltindikatoren” gibt es
in deutsch unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3435.pdf und
in Englisch unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3436.pdf zum Download.
Eine Druckfassung in deutsch und englisch kann kostenlos beim
Umweltbundesamt, c/o GVP, PF 33 03 61, 53183 Bonn oder
per Email unter uba@broschuerenversand.de bestellt werden.
Mehr Informationen zum “Umwelt-Kernindikatorensystem” des Umweltbundesamtes unter http://www.umweltbundesamt-umwelt-deutschland.de.
Dessau-Roßlau, 20.03.2008
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URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news251996

tags:
Land- und Forstwirtschaft, Medizin und Gesundheitswissenschaften, Ökologie, Verkehr und Transport, Wirtschaft
überregional

Forschungsprojekte, Publikationen

Aachen wird Modellregion für die Energiewirtschaft der Zukunft 

Dienstag, 25 März 2008

20.03.2008

Mehr Wettbewerb und niedrigere Preise auf dem Strommarkt - das ist das erklärte Ziel von Bundesregierung und EU-Kommission. Mit dem Modellprojekt “Smart Watts” könnte ein Beitrag geleistet werden, diesem Vorhaben ein großes Stück näher zu kommen. Unter der Führung der Trianel European Energy Trading GmbH hat sich ein Konsortium von zehn Partnern - zum größten Teil aus Aachen - gebildet, das ein Steuerungsmodell für die Stromversorgung der Zukunft entwickeln wird.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos erteilte dem Zusammenschluss anlässlich der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Technologiemesse Cebit eine Förderzusage in Höhe von insgesamt 10 Millionen Euro im Rahmen des Leuchtturmprojektes “E-Energy”.

“Mit ‘Smart Watts’ wollen wir mit unseren Partnern ein ‘Internet der Energie’ realisieren”, erklärte Professor Dr.-Ing. Günther Schuh, Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus.

Durch den konsequenten Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien werden Lösungen umgesetzt, die zur Steigerung der Effizienz und Optimierung der Verbrauchssteuerung in der Energiewirtschaft beitragen werden. Beispielsweise könnte durch intelligente Stromzähler oder Haushaltsgeräte der Verbrauch von Energie auf Zeiten verlagert werden, in denen sie zu günstigen Konditionen zur Verfügung steht. Die entsprechenden Informationen über Preis, Herkunft und Qualität werden dem Strom künftig mit auf den Weg gegeben. Damit lassen sich auch Ineffizienzen bei der Produktion und der Verteilung von Strom vermeiden. “Bisher sind auf Grund der unzureichenden Vernetzung der Akteure viele Kostensenkungspotenziale, die die Liberalisierung an sich ermöglicht, noch ungenutzt geblieben”, sagte Reinhard Goethe, Geschäftsführer der Trianel European Energy Trading GmbH.

“Die Region Aachen”, so erklärte Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, “ist Schritt für Schritt zu einer Energieregion geworden.” Ein Beispiel dafür sei das neue E.ON Energy Research Center an der RWTH Aachen, dessen erster Spatenstich in 14 Tagen erwartet wird. “Außerdem sind im Forschungsnetzwerk Energy Hills die wichtigsten Unternehmen und Organisationen zusammen gefasst. Die Energiewirtschaft ist die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Energiepolitisch befinden wir uns in einem Umbruch”, erklärte Linden, Forschung und Entwicklung sei in diesem Bereich daher besonders wichtig.

Das Projekt “Smart Watts” hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 21,45 Millionen Euro und eine Laufzeit von vier Jahren. Es wird durch ein Konsortium realisiert, zu dem neben der Trianel - einem Zusammenschluss von unabhängigen Stadtwerken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Sitz in Aachen - auch das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen gehört, darüber hinaus die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG), RegioIT, SOPTIM AG, PSI Büsing und Buchwald GmbH, ProCom GmbH und verschiedene Hersteller von Haushaltsgeräten.

Stadt Aachen
Presse- und Informationsbüro
Hans Poth
Markt 39
52058 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse@mail.aachen.de

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Homepage der Einrichtung: http://www.rwth-aachen.de
Weiterbildungsangebote: http://www.rwth-academy.com
Transferstelle: http://www.wzlforum.rwth-aachen.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news251933

tags:
Elektro- und Energietechnik
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches



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